Bugen
Bugen ist zunächst 1440 in Stalden als ad Bucen (unsichere Lesung) belegt. Danach kommt in den Búgen (1709 u. später, Obergesteln) vor. Letzteres ist ein Dativ Plural, ersteres unsicher. Am ehesten kommt Bueg ‘in der Holzarchitektur, schräg stehende Stütze, Strebe zwischen zwei Balken’ (ID. 4, 1071) in Frage, das auch für Münster belegt ist. RÜBEL (1950, 41 kennt Sperbüek (Leukerbad), einen Pflock, der auf der Ebenwand der Scheune steht und den Firstbalken trägt. GRICHTING (1998) nennt das HL nicht. Wenn die Deutung stimmt, muss ein Stück Land gemeint sein, das einem solchen Pflock ähnelt. Das HL BONGEN wurde für Obergesteln entsprechend geändert, da PH. KALBERMATTER (p. c.) annimmt, dass Bongen für Bugen steht. Der Beleg aus Stalden bleibt jedoch unsicher.
VSNB, Bd. 1, Sp. 301