Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chnubel

Chnubel ist zu schwdt., wdt. Chnubl, Chnubäl (Goms), Chnubul (Vispertäler), Chnubol (Schattenberge), Chnibl ‘Lötschtal’, Chnubil m. in FlN ‘kleinere, auf flachem Grund sich erhebende, oben schön abgerundete Bodenerhebung mit etwas rauhen, steilen, aber doch bebauten oder rasenbewachsenen Abhängen, Hügel’, mhd. knübel (Nebenform knubel) ‘Fingerknöchel’ (ID. 3, 717 ff; ZINSLI 1946, 39; GRICHTING 1998, 51) zu stellen. Das Simplex kommt nur im Plural Chnubla ‘das hügelige Gebiet’ vor. Mit einem vorangestellten Genitiv ist ts Trinisch Chnubul ‘der Hügel des Triini (Katharina)’ (Simplon) (bei JORDAN (2006, 87 als Triinichnubul) belegt, mit einem Attribut der Gammpischer Chnubul ‘der Hügel im Gebiet Gampisch’ (Simplon), bei JORDAN (2006, 35) als Gampischärhubul belegt. In den meisten Fällen jedoch ist Chnubel Grundwort eines Kompositums, das zumeist die Lage des (kleinen) Hügels angibt, z. B. Jegichnubel ‘der Hügel in der Jegi (Jagdgebiet)’ (Niedergesteln, Blatten), oder Tiere benennt wie Hüenerchnubel ‘Hügel, bei dem es viele Schneehühner hat’ (Zermatt) oder Parniisuchnubil ‘Hügel, wo es viele Rebhühner (Parniisu) hat’ (Hohtenn). Als Bestimmungswort findet sich Chnubel vier Mal; es ist damit hügeliges Gebiet gemeint. Das jeweilige Grundwort ist Lische, Uowand, Wald und Wengi.

VSNB, Bd. 1, Sp. 358

Vorkommen

chnubel

chnubil

chnubla

chnubol

chnubul

knubla

knublen

knuppla