Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Bett

Bett ist zu schwdt. Bett, Pl. Bett, Better, Dim. Bettli, Bettji wie nhd. ‘Bett’, ‘Lager, Nest von wilden Tieren’, ‘Lagerstätte der Kühe im Stall’, ‘Gartenbeet’ und wdt. Bett, Bätt (Leuker Berge) ‘Bett’ (ID. 4, 1810 ff.; GRICHTING 1998, 35), hier oft zur Bezeichnung eines (früheren) Fluss- oder Bachbetts (Rottubett, Säältinubett, Vischpubett) oder zur Kennzeichnung für Quarzvorkommen (Vooder, Hinner Stralbett (Randa)) zu stellen. Die Belege mit Schallbett sind unter HL SCHELB zu finden. Unklar ist t Kimmbetti (Niederwald) ‘die Kindbette’ (ID. 4, 1816 f.); der dort erwähnte Bildstock könnte die Geburt Jesu zeigen(?).

Unklar sind ebenfalls Flurnamen mit Bett- als Bestimmungswort (Betthorn (Mund) und Bettwald (Bitsch)); ein Zusammenhang mit der Bedeutung ‘Wildheuplanke, Heubett’ ist möglich (ID. 4, 1812). Weitere Belege hierzu enthalten die HLL der Grundwörter Bach (Wasser) und Matta.

Belegt ist mehrfach ts Alt Rottubett ‘das alte Bett des Rotten’ (Leuk und weitere neun Gemeinden, unterschiedliche Schreibweisen); Rottubett allein ist in Lalden und weiteren acht Gemeinden belegt. Die übrigen Flussbett-Namen wurden schon erwähnt. Vermutlich die Lagerstätte von Hirschen wird als ts Hirschbett ‘das Lager von Hirschen’ (Ferden) bezeichnet.

VSNB, Bd. 1, Sp. 192

Vorkommen

bett

betti

bettu