Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bider

Bider n. bildet ein Namennest in Saas-Balen, ein einziger Beleg wird früh als Bidermatta (1356, Grengiols) anderwärts erwähnt. Die Belege in Saas-Balen weisen in den ältesten Belegen alle /u/ oder /ü/ auf, so 1300 Bŭdermattun, 1305 Bvͥdermatta, 1307 Bvͥdern usw. Bidermatta ist ein Weiler von Saas-Balen; das zu Grunde liegende Lemma ist wohl Buder (ID. 4, 1036), das mehrere Bedeutungen hat; es dient auch als Name für die Preiselbeere (VACCINIUM VITIS IDAEA) oder die Rauschbeere (VACCINIUM ULIGINOSUM), doch lassen die Belege keinen Schluss auf eine der im ID. aufgeführten Bedeutungen zu; die Pflanzen sind beide bei LAUBER / WAGNER / GYGAX (52014, 708 und 710) belegt. Neben dem Simplex Bider (für die Alpe) und den Adjektivbildungen ts Ober und ts Unner Bider sind belegt die Komposita Bideralp, Biderbach, Bidergletscher, Biderlöuwinu, Bidermatta und Biderstafel.

Nicht zum gleichen Lemma gehört wohl der oben erwähnte Name Bidermatta (1356, Grengiols), der entweder zu einem FaN Bider (aus dem Adjektiv biderb (ID. 13, 1412)) oder zu diesem Adjektiv selbst gestellt werden kann – allerdings findet sich der FaN Bider nicht im AWWB und anderen Quellen. Das FAMILIENBUCH DER SCHWEIZ (1, 157) kennt Bider alteingesessen nur für Langenbruck BL.

VSNB, Bd. 1, Sp. 196

Vorkommen

bider