Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bära

Bära f. ‘Schubkarre’ ist zu schwdt. Bëren f. und wdt. Bära, Bärä (Goms), Bara, Bäru ‘Schubkarre’ (ID. 4, 1478, Bed. 2); GRICHTING 1998, 32) zu stellen. Es ist nur belegt in di Bärubrächa ‘der Ort, wo man mit der Bära (Schubkarren) nicht mehr weiter kommt’ (Eggerberg). Der historische Beleg jn der Berenbrechen ‘in der Stelle, wo man mit der Schubkarre (Bäre) nicht mehr weiterkommt’ (1564, Baltschieder) gehört wohl hierzu; Eggerberg und Baltschieder befinden sich direkt beieinander. Der sonst gut belegte Tiername Bär ‘Bär’ ergibt hier keinen vernünftigen Sinn. Das Verhältnis zum sonst geläufigen Typ t Beibrächi ‘der Ort, wo man sich die Knochen brechen kann’ ist unklar.

VSNB, Bd. 1, Sp. 163

Vorkommen

bäru (Bära)

beren (Bära)