Fengiu
Fengiu ist nur belegt in zúm Fengiu Schirli (1712, Termen). Die Lesung Fengiu wurde von PH. KALBERMATTER (p. c.) bestätigt. Es dürfte sich um eine palatalisierte Form mit Umlaut zum Nomen Fangele, Pfangola, Pfangila (ID. 1, 859), das von ID. zum Nomen Fang (ID. 1, 852 f.) im Sinn von „die geronnene Milchmasse im Alpkessel od. der käsichte Teil der geronnen Milch“ gestellt wird. Wenn diese Deutung stimmt, wäre die kleine Scheuer für den Käse bestimmt gewesen, was allerdings gegen die Feststellung von V. SCHMID (2003, 75) spricht, wonach der Käse immer im Keller gelagert wurde. Wenn jedoch Fang nach Bedeutung 4 des ID. als „eingefriedigtes Land“ verstanden würde, wäre die kleine Scheuer in einem solchen Fang zu verstehen. Diese Deutung ist zwar sachlich eher zutreffend, kann sich aber nicht auf die Ausführungen von ID. stützen. Formal könnte Fengiu auch ein Adjektiv sein, doch ist es nirgends so belegt.
VSNB, Bd. 2, Sp. 137
Vorkommen
fengiu
- Fengiu Schiirli Termen