Costa
Costa ist zu lat. COSTA ‘Abhang’ (FEW 2, 1245 f. s. v. cŏsta rippe, insbes. 1248 unter γ) zu stellen. MEYER (1914, 162) führt weiter die historisch mehrfach belegte Form Coster (1361, Ergisch; 1433, Leuk; 1690, Salgesch; 1325, Turtmann; 1361, Varen (mit der Erweiterung de Varona)) zu einer Ableitung COSTARIU- ‘Abhang (Kollektiv)’ an. Costello (1353, Salgesch; 1690 au Coster) lässt sich zur Ableitung COSTELLU- stellen, das bei MEYER a. a. O. erwähnt wird. GPSR (4, 349) Côtard und GPSR (4, 349–354) Côte erwähnen mehrere ähnliche Flurnamen; vgl. auch BOSSARD / CHAVAN (2006, 23). Zu COSTELLU- vgl. auch BENB (1, 2, 85) unter Gost-, wo die Bedeutung ‘Wäldchen’ angenommen wird. Fraglich ist weiter, ob die formal gleichen Belege Goschte (Ausserberg) und Goschtelti (Ulrichen) als Entlehnungen von COSTA ‘Abhang’ gelten können (vgl. HL GOSCHT).
VSNB, Bd. 1, Sp. 388
Vorkommen
coster
- Chlei Coster Ergisch
- Coster Ergisch
- Coster Turtmann
- Coster Salgesch
- Coster Leuk
- Coster Varu Varen