Äntschil (PN)
Äntschil (PN) ist nur in zwei Belegen vertreten. Lebend als t Äntschilmatte ‘die Wiesen der Familie Äntschil’ (Hohtenn) und Eynguelser Botme ‘im Boden der Familie Äntschil’ (1296, Baltschieder; 1538 jm Engschilboden) (der Beleg von 1296 ist PH. KALBERMATTER (p. c.) zu verdanken). Die Belege können einerseits zum gut belegten PN Angelinus (z. B. AWWB 22, wo ein Angelinus Berofaller erwähnt wird), anderseits zum FaN Antillen, auch Antellen, Antilen und weitere Formen (AWWB 12) mit späterem Umlaut (a > ä / e) gestellt werden. Die lebende Form in Hohtenn ist historisch als Enschilmatten (1797) und Äntschelmatten (1855) belegt. Der älteste Beleg in Baltschieder ist wohl ein alter Genitiv Plural zu einem PN Eynguels, der so nicht belegt ist, aber zum späteren Engschil passt. FÖRSTEMANN (1, 134) verweist auf den PN Enzil, der hier aber wohl nicht einschlägig ist.
VSNB, Bd. 1, Sp. 121
Vorkommen
äntschil
- Äntschilmatte Hohtenn
engschil
- Engschilboden Baltschieder