Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Aana

Aana ist entweder zum kelt. ana ‘Sumpf’ (DELAMARRE 2003, 43) oder zum dt. Lemma Ane ‘Grossmutter, Ahne’ (ID. 1, 247) zu stellen. Unklar ist weiter bei älteren Belegen die Zuordnung zu ‘Ahne’ oder zu den PNN ‘Anna’ und ‘Anno’ (cf. HLL ANNA und ANNO) (Zer aͤnnům (1584, Visperterminen), Anunmatta (1305, Lalden), Anamatta (1307, Raron)). Das Simplex Aana wird sonst nur in Blatten für ein hoch gelegenes Alpgebiet verwendet; nach Auskunft von W. BELLWALD (p. c.) ist das Gebiet sumpfig. Ausgehend davon bildet sich ein Namennest mit Bach, Boden, Chnubel, Chriz, Firn, Graat, Joch, Loch, Hitta, Schniärä und See als Grundwörtern. Historische Belege zu Aana (Blatten) fehlen leider, die Beschaffenheit der Alp spricht eher für das kelt. ana ‘Sumpf’.

VSNB, Bd. 1, Sp. 57

Vorkommen

aana

aanu

aanun

ahnen

ana

anen

anu