Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

After

After Adj. ‘hinter’ ist zum schwdt. Adj. after ‘nachfolgend, nachherig; der andere, hintere’, ahd. aftar, mhd. after (ID. 1, 124) zu stellen und im ID. für das Wallis belegt. WIPF (1910, 62) kennt after zeitlich als ‘später’ und als Präposition ‘durch’; RÜBEL (1950, 20) als Adjektiv ‘hinter’. ZINSLI (1984, 423) nennt für Gressoney einen Beleg After Yaz ‘der hintere Jatz (Lageplatz für das Vieh)’ aus dem 18. Jahrhundert, allerdings ohne Deutung. Das Nomen After wird in GRWB (1, 185) als After m. ‘Podex (Hintern)’ und After n. ‘der hinterbleibende, schlechtere Teil’ unterschieden, ist aber im ID. nicht erwähnt. Das in Grengiols mehrfach belegte After f. ‘die After (Gebiet hinter dem Dorf)’, auch Tafter, ist in keinem Wörterbuch belegt; zu vermuten ist, dass hier ein feminines Nomen wie z. B. Matte erspart wurde. Aus lautlichen Gründen werden alle Belege unter dem HL AFTER (mit Ausnahme des HL AFFRETON) aufgeführt.

Als attributives Adjektiv erscheint After vor allem mit dem Nomen Matta ‘die hintere Wiese’, beide mit Variationen in acht Belegen. Weitere Nomina sind: Bach, Fad, Langgse, Mittag, Tanna, Wald; Komposita: Weizacher, Mannmahd. Das Adjektiv ist vor allem im Bezirk Visp belegt; gänzlich fehlt es aber nur im Bezirk Leuk.

Am Affter (1763, Mörel) meint wohl einen hinteren Teil des Dorfes; eventuell auch eine Geländeform, die sonst als Arsch erscheint.

Neben After f. und Tafter f. (Grengiols), letzteres mit agglutiniertem Artikel, finden sich am gleichen Ort die Affter (1668) ‘die Wasserleitung zum Gebiet After’, der Afterwald ‘der Wald beim Gebiet After (hinter dem Dorf)’ und in der Fodren After ‘im vorderen Teil des Gebietes After (hinter dem Dorf)’ (1773).

VSNB, Bd. 1, Sp. 76

Vorkommen

affter

afftre

afftru

afftrun

after

aftren

tafter