Äbni
Äbni f. ist zu schwdt. E(e)bni, Ebeni f. ‘Fläche, Talgegend’, ahd. ëbanî und wdt. Äbni, Äbmi (Lötschental) ‘Ebene’ (ID. 1, 46; GRICHTING 1998, 19) zu stellen.
Belegt ist das Simplex im Singular nur historisch als in der Ebnÿ ‘in der Ebene’ (1700, Eggerberg).
Als Grundwort kommt es in t Lochäbni ‘die Ebene beim Loch’ (Hohtenn) vor, laut Gwp. früher eine Siedlung.
Das HL als Bestimmungswort in zweigliedrigen Komposita haben t Äbniflüe ‘die ebene Fluh (Gipfelname, FLNK Äbni Flüe, LT Äbeni Flue, SK Ebnefluh)’ (Fieschertal), t Äbnimatte ‘die ebene Wiese’ (Ausserbinn, LT Äbnimatt, SK Ebene Wiesen); am gleichen Ort liegt t Äbnimatta ‘die ebene Wiese’ (Ernen). Die übrigen Belege sind komplexer: der Äbneflüegletscher ‘der Gletscher bei der Äbniflüe (ebene Fluh)’ (Fieschertal). ts Äbneflüejoch ‘das Joch bei der Äbniflüe (ebene Fluh)’ (Fieschertal, SK Ebnefluh Joch) und Äbni Flüefirn ‘der Firn bei der Äbni Flüe (ebene Fluh)’. Zu verwandten Belegen vgl. HL ÄBNET.
VSNB, Bd. 1, Sp. 70