Bränntjong
Bränntjong ist als Bränntjong (Leuk, LT Brentjong, FLNK Bräntjong) belegt. Heute befinden sich dort die Satellitenstationen. Die historischen Belege haben 1267 Brantions, 1331 Brantyons usw., 1440 ist im Brentyon belegt, 1405 wieder Brantions und so auch später. Ab 1430 erscheint Brenntion, 1490 Brentjonng und weitere Formen. SK zeigt, dass sich hier keine Siedlung befand, sondern nur Äcker. Bränntjong ist wohl zum gut bezeugten Bränta (EGLI 1982, 212 f. mit Verweis auf GPSR und ID.) zu stellen, das vermutlich aus Italien stammte (GPSR 2, 800 ss. s. v. bri̩nta). Schwieriger ist die Endung /-iong/, die sonst nicht belegt ist. Am ehesten könnte hier eine diminutive Ableitung auf /-IONE(M)/ (BOSSARD / CHAVAN 2006, 287) in Frage kommen, die ‘Ort mit kleinen Rückentragen’ bedeuten kann.
VSNB, Bd. 1, Sp. 270
Vorkommen
bränntjong
- Bränntjong Leuk