Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Blädren

Das nur einmal vorkommende Bleder (historisch Blaedren) (Gampel, FLNK Bledär) lässt sich vermutlich auf schwdt. Bläder m. ‘Pfluder’, Bläder m. ‘fladenförmig ausgebreitete weiche Masse, i. S. v. Strassenkot’ (ID. 5, 16 f.) zurückführen. Das Namenmotiv ist unklar – es handelt sich heute um unbebautes und unbesiedeltes Land, das wohl weich und rutschig war; direkt darunter befindet sich das Gebiet Rufine (also Rutschgebiet). Die Deutung enthält darum ‘das kotige, weiche, rutschige Gebiet’, auch wenn ein Teil dieses Gebietes felsig war. Das Register spricht von Etzweide, also einem Gebiet, auf dem wohl Schmalvieh geäzt wurde.

VSNB, Bd. 1, Sp. 233

Vorkommen

blädren