Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bärli (FaN)

Bärli (FaN) ist dreimal belegt: di Bärliachra ‘die Äcker des Bärli / der Familie Bärli’ (Oberems), di Bärlimatta ‘die Wiese der Familie Bärlig oder der Leute des Bäro’ (Simplon) und Zbärlisch Hütgy ‘des Bärlis kleine Hütte’ (1716/ 17, Glis), das auch ein Diminutiv sein kann. Ein Berren ist im Register der HRBS erwähnt. Beim Beleg in Simplon wird 1578 Berligo Matta, 1749 Berligmatta, 1751 in der Berligenmatten, 1756 auf der Berligo Matten notiert. Es handelt sich durchwegs um einen Genitiv Plural der kollektiven /-IG/-Ableitung zum HL Bärli, vermutlich also um einen FaN oder einen Übernamen. Der PN ist im ID. jedoch nicht aufgeführt; auch ein FaN fehlt. Vermutlich liegt eine Kurzform Bäro oder ähnlich vor; wohl auch ein Anklang an den Tiernamen Bär (ID. 4, 1447 ff.). Nach /r/ wird das /l/ des Diminutivsuffixes nicht zu /j/ palatalisiert (RÜBEL 1950, 13).

VSNB, Bd. 1, Sp. 166

Vorkommen

bärli

zbärlisch