Äscha
Äscha ‘Asche’ ist zu schwdt. Äschen f., mhd. asche, ahd. ascā, asgā ‘Asche’ und wdt. Äscha, Äschu (ID. 1, 565 f.; GRICHTING 1998, 28) zu stellen. Laut SONDEREGGER (1958, 13) bezieht sich Äschen auf die Düngung der Wiesen, also ‘mit Asche gedüngte Wiese’. In FlN bezeichnet das Wort dunkle, trockene, dürre Stellen. Laut Gwpp. wird es auch für Brandstätten verwendet, doch gibt es dafür keine unabhängige Bestätigung. In einigen Fällen mit schriftlichen Quellen ist unklar, ob wdt. Escha, Eschä (Goms), Eescha (Lötschtal), Esch ‘Esche’ (GRICHTING 1998, 73) gemeint ist.
Das Simplex Äscha ‘Asche’ kommt in Blatten, Grengiols, Randa, und Ried-Brig vor, öfters von den Gwpp. als Brandplatz bezeichnet. Als einziges Kompositum ist hier Äschuegg (Ried-Brig) belegt. In Blatten dagegen gibt es auch uf der Äschun und das Kompositum Waldäräscha ‘die Asche der Familie Walder’. Dazu kommen am gleichen Ort Äschungrabem, Walderäschuschiirä und Walderäschfluä vor. In Blatten ist unklar, ob es um Aschendüngung, einen Brandplatz oder um aschfarbene Stellen geht.
VSNB, Bd. 1, Sp. 133
Vorkommen
äsch (Äscha)
- Walderäschfluä Blatten
äscha
äscha (Esch)
- Waldäräscha Blatten
äscha (Esche)
- Äscha Ried-Brig
äsche
äschu
- Äschuegg Ried-Brig
- Walderäschuschiirä Blatten
äschun
- Äschun Blatten
- Äschungrabem Blatten