Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Backen

Bach- tritt vor allem als Bestimmungswort zu den beiden Nomina Hüs ‘Haus’ und Ofu ‘Ofen’ auf, zu schwdt., wdt. bachen, Partizip Perfekt pachet, wdt. gibachot, gibachun ‘backen (Brot)’ und schwdt. Bach-Hus ‘kleineres, gemauertes Gebäude nahe dem Wohnhaus auf grösseren Bauerngütern, zum Backen, Waschen, Obstdörren; auch etwa als Wohnung eingerichtet’ (ID. 2, 1705; ID. 4, 956 ff., GRICHTING 1998, 31). C. SCHMID (1969, 87 ff.) berichtet über das Backen in Bellwald, dass sich öffentliche Backöfen in der Gemeinde selbst und in den Weilern Ried, Egge und Bodmen befanden, wo gebacken werden konnte; privates Backen war nicht möglich. In grösseren Gemeinden wie Fiesch oder Ernen gab es auch Bäcker, denen das Mehl zum Brotbacken gegeben wurde. Zur Terminologie siehe auch V. SCHMID (2003, 33–38). Als FaN ist Bachofen in unserem Gebiet nicht belegt. Der Einzelbeleg Bäckmili (Leuk) enthält die Abstraktbildung schwdt. Beck (ID. 4, 1107) ‘Bäckerei, das zu Backende’.

VSNB, Bd. 1, Sp. 144

Vorkommen

bach (Back)

bäck