Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Blancheres

Blancheres ist in Leuk belegt: 1277 als Blancheret, 1328 (mehrfach) als Blancheres. In beiden Fällen handelt es sich um einen Weinberg. Laut BOSSARD / CHAVAN (2006, 59) ist der Name zu Planche ‘[t]errain plat ou de faible pente, de forme régulière, plus long que large; terre de bonne qualité, prés gras’ [ebenes oder leicht geneigtes Gelände, in gleichmässiger Form, länger als breit, Erde mit guter Qualität und fettes Gras] zu stellen. BOSSARD / CHAVAN (2006) führen es auf griech. phalanx ‘Balken’ zurück. In Planchère sehen sie eine Ableitung. G. PANNATIER (p. c.) nimmt für Blancheres eine /-ARIA/-Ableitung und für Blancheret eine /-ITTU/-Ableitung an; MEYER (1914, 73, 136 und 169) führt eine Ableitung auf /-ITTA/ zu PLANCITTA an und nennt “Reben” als Deutung. In allen Fällen dürfte es sich um eine fruchtbare, ebene Fläche handeln.

VSNB, Bd. 1, Sp. 234

Vorkommen

blancheres