Bandesores
Bandesores ist nur einmal belegt in ov Bandesores (1433, Leuk). Es handelt sich um ein Grundstück in einem Weingarten. Der Name ist romanisch, vermutlich der ursprüngliche frpr. Name des heutigen ts Ober Ba ‘das obere Banngebiet’ (Leuk). Der Name enthält wohl Ban ‘Bann, Bannwald’ (BRIDEL 1866, 26; TAGMANN 1946, 23 mit Verweis auf GPSR 2, 219), gefolgt von dessores ‘oben, oberhalb’ (zu Dèzore bei BOSSARD / CHAVAN 2006, 92, dazu auch afrz. dessor in FEW 12, 433; skeptisch GPSR 5, 1, 487ss.), das allerdings die Endung /s/ zusätzlich hat (laut MEYER 1914, 54 wurde /s/ am Ende willkürlich gesetzt, aber nicht ausgeprochen). Alternativ liesse sich eine Präposition de oder des und ein weiteres Wort Ores (zu Or ‘Bär’, nach BRIDEL 1866, 267)) oder Sores (zu Sor ‘Heublumen’, nach BRIDEL 1866, 357) annehmen, doch überzeugen diese Deutungen nicht.
VSNB, Bd. 1, Sp. 157
Vorkommen
bandesores
- Bandesores Leuk