Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Fännä

Fännä ‘Frau’ ist lebend in di Boonufännä und ts Boonufännugässi (beide Leuk) belegt. Zu Grunde liegt frpr. bonna fèna ‘bonne-femme’ (GPSR 2, 492 s. v. bonne-femme). Historisch gehört hieher auch in den Sonnenfenden (1757, Leuk); unklar ist dabei, ob der Name wirklich als Sonnenfenden oder doch als Bonnenfenden zu lesen ist; dann wäre der Name identisch mit den Boonufännä. Das Kompositum bezeichnet eine Hebamme, wird aber ebenfalls für eine Pflanze (Distel; vgl. LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 1140–1152 mit verschiedenen Pflanzen, die als CARDUUS, CIRSIUM und ECHINOPS mit mehreren Unterarten und weiteren Pflanzen genannt werden) verwendet und kommt auch sonst als Flurname vor. Die genaue Motivation für einen Rebberg ist unklar.

VSNB, Bd. 2, Sp. 122

Vorkommen

fännä

fännu

fenden