Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Comba

Comba ist zu GPSR (4, 171) frz. Combe, Patois ko̩nba ‘Tal, Schlucht’ zu stellen. Vgl. TAGMANN (1946, 14), der auch combetta ‘kleine Schlucht’ kennt. Das HL kommt so nur im Bezirk Leuk vor. Für die frankophone Schweiz vgl. BOSSARD / CHAVAN (2006, 34) s. v. Comba. Auf Deutsch sind meist ‘Kumme’ und ‘Tal, Schlucht’ zu verstehen.

Das Simplex Comba kommt 1298 in Leukerbad als jn comba vor; in Inden ist 1337 en la comba belegt. Mit attributivem Adjektiv sind 1527 en la bella comba (Turtmann) und 1552 eys belles combes (Albinen, so auch 1581) belegt.

Belege mit vorangestelltem comba und PNN sind: en laz combaz Martin (1544 u. später, Varen), en la comba Peleryn (1375, Varen), in comba Tencinosa (1590, Albinen) (dazu: in comba Tenzenosa, 1455 u. später, Leuk), in comba Tencinosa 1590 (zweimal) Guttet)) (cf. HL TENCENOSA).

Einen Anschluss mit dys findet man in jn comba dys montez ‘in der Kumme beim Abhang’ (1494, Salgesch). Weiter sind belegt: pratum de la comba (Salgesch, unklar), torrentem de la comba ‘der Bach de la Comba (von der Schlucht)’ (1328, Ergisch) und via de comba de Argessa ‘(romanisch) via de comba (Weg zur Mulde) von Ergisch’.

Als Diminutive sind belegt: en la combeta ‘in der kleinen Mulde’ (1349, Leuk) und in combeta ‘in der kleinen Chumme’ (1453, Albinen).

Eventuell ist das HL COMBA auch im Bezirks- und Gemeindenamen Goms vertreten, das sonst auf rom. conca ‘Muschel’ zurückgeführt wird (cf. HL GOMS). Die deutsche Form zum HL COMBA erscheint als HL CHUMMA.

VSNB, Bd. 1, Sp. 384

Vorkommen

comba

combes

combeta