Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Altels

Altels m. ist nur als der Altels (Leukerbad; FLNK Altels, LT und 1:10000 Altels) belegt. R. GRICHTING (1993, Blatt 17, Nr. 3, Blatt 29, Nr. 5, Blatt 30, Nr. 3) kennt Altäls und auf Blatt 29, Nr. 4 auch Altälsblattä. BENB (1, 1, 24 f.) nennt den Namen für Kandersteg, der von Touristen fem. gedeutet werde, wohl nach STUDER „die alte Els“ (STUDER 1896, 52). JULEN (1951, 7) deutet den Namen des Berges am Gemmiübergang mit lat. ALTUS oder keltisch alt ‘hochaufragend, hochgelegen’ (cf. auch MÖLLER 1985). BENB (1, 1, 24 f.) deutet den Gipfelnamen mit HUBSCHMIED (1940, 15 f.) zur Alpe Wildelsigen, das er als „Alt-alisōs“ (‘bei den hohen Erlen’) deutet; dieses sei auf den darüber liegenden Berg Altels übertragen worden; das ist nicht unmöglich, da Erlenbüsche auch auf Alpenhöhe vorkommen und Gipfel häufig nach unten liegenden Alpen benannt werden können. Leider liegen aber keine historischen Belege vor. Im Oberwalliser Deutschen ist das anlautende alt gelängt worden zu aalt; das Genus bleibt aber maskulin. Im Oberwallis gibt es zwar den FaN Elsig (AWWB 86), der aber wohl zu einem PN Els(a) zu stellen ist. Die nächstliegende Deutung wäre dann lat. ALTARE altar (FEW 24, 351), das wohl metaphorisch zu verstehen ist. Allerdings ist eine Form Altels nicht belegt. Sie müsste auf *ALTARES mit einer Assimilation von /r/ zu /l/ zurückgehen. Die Form des Berges würde eine solche Deutung möglich machen.

VSNB, Bd. 1, Sp. 105

Vorkommen

altels