Bidtrich
Bidtrich m./n. ist nur 1767 in Bürchen als in dem Bidtrich ‘das Gelände in runder, fassartiger Form’ belegt. Laut Dokument handelt es sich um einen Weinberg. Zum Weinbau in Bürchen vgl. GATTLEN (2007, 204 ff.), laut dem sich die meisten Weinberge auf dem Gebiet von Raron befanden. Da es in Raron, genauer in St. German, lebend einen Flurnamen der Bitrich gibt, dürfte es sich um den gleichen Weinberg handeln (cf. HL BITRICH). Zu stellen ist der Name zu schwdt. Bütterich, -ech, wdt. Pittrich, Pittrig, -ga m. ‘Gefäss (für Flüssigkeiten); Ledersack, kleines, rundes, sehr schmales Fässchen, worin Arbeitsleute ihr Getränk mit aufs Feld nahmen’, ‘das dicke, volle Hinterteil der Spinne; beim Geflügel; Bauch und Hinterteil bei Hühnern, Enten und Gänsen’, übertragen auf Personen ‘Schmerbauch, Dickwanst’, ahd. butirih, mhd. buterich, büterich m. ‘Schlauch, Gefäss’ (ID. 4, 1923 f.; EGLI 1982, 218, 357; GRICHTING 1998, 153). Der Name wird für eine rundliche, fässchenartige Geländeform verwendet.
VSNB, Bd. 1, Sp. 197
Vorkommen
bidtrich
- Bidtrich Bürchen