Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Clemenz (FaN)

Clemenz ist zum PN Clemenz oder zum FaN Clemenz zu stellen, vom PN Clemens, Clementius abgeleitet (AWWB 63). Häufiger als Clemenz selbst sind Belege vom Typ Glimme. Einen Ausgangspunkt bietet die Stelle apud domum Clementis siue uulgariter zuo Glÿmenhaus ‘beim Haus des Clemens oder volkssprachlich beim Glÿmenhaus’ (1642, Fiesch). Glÿmen lässt sich als Genitiv zu Glimme verstehen. Dazu passen auch die historischen Belege für Glimeischi (FLNK, Bürchen), das 1653 als in der Clemenschen ‘beim Gut der Familie Clemenz’ belegt ist, später dann als Glimmitschún (1670), ab 1681 als Glimeischen. Es handelt sich dabei wohl ursprünglich um eine /-SCHA/-SCHU/-Ableitung zu Clemenz ‘das Gut der Familie Clemenz’ (Bürchen). Glimmebieu ‘der Hügel des Clemenz’ und Glimmestadu ‘der Stadel des Clemenz’ (beide Steinhaus) können auch hieher gestellt werden; die Vermutung der Gwp., es handle sich um en Glimme (wohl Glimmerstein), ist sekundär. im Glimmenstuck ‘im Stück Land des Clemenz’ (1735, Grengiols), Glimmen Hŭss ‘das Haus des Clemenz’ (1550 (ca.), Ernen), ts Glimmuschiir ‘die Scheuer des Clemenz / der Familie Clemenz’ (Termen) gehören auch hieher.

Eine kollektive /-IG/-Ableitung im Genitiv Plural schliesslich ist syluam Glimentzigo ‘der Wald der Familie Clemenz’ (1688, Staldenried).

VSNB, Bd. 1, Sp. 380

Vorkommen

glimeischi

glimentzigo

glimmen (Clemenz)

glimmu

glymen