Brällu
Brällu f. ist nur in Gampel als di Brällu belegt. Gwp. gibt als Beschreibung ‘langgezogener <schooss>’. Die Beschreibung erwähnt ein maskulines Schooss, das in ID. (8, 1495 s. v. Schoss) u. a. als 3b. ‘Einsenkung des Erdbodens, Mulde an einem Berghang’ verstanden wird. Brällu selbst ist in dieser Bedeutung nicht belegt. GRICHTING (1998, 41) kennt zwar ein Verb brällu (Leuker Berge) ‘schwingen (auf und nieder)’, doch kein Nomen Brällu. Ob der Name hier als ‘Mulde’ zu verstehen ist, bleibt unsicher. Sollte er frz. sein, ist darunter wohl EQUISETUM ARVENSE (LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 52) zu verstehen, das frz. Prêle des champs, dt. Acker-Schachtelhalm heisst. Die Pflanze ist allerdings im Wallis nur als Chatzeschwanz (ID. 9, 2032 f.) belegt. Eine Deutung ist deswegen unsicher.
VSNB, Bd. 1, Sp. 267
Vorkommen
brällu
- Brällu Gampel