Bigschen
Bigschen ist nur in Warm Bigschen (Gampel) belegt. Die historischen Belege enthalten 1713 jn den Warm Bigschen, 1730, in der Waŭrm Bischen, 1732 in der Warx (?) Biescho, 1740, jn den Warobixo, 1752 in der Warm Bixen. Das HL dürfte sich zu schwdt. Büchs f. und wdt. Biggsa, Biggsä (Goms), Biggsu f. ‘Büchse’ (ID. 4, 1000; GRICHTING 1998, 36) stellen lassen. Es handelt sich um ein ursprünglich aus Buchsbaum gefertigtes Gefäss. Der Flurname könnte sich aber auch auf ein warmes, sonnenbeschienenes Gebiet beziehen, in dem Buchsbaum wuchs. LAUBER / WAGNER / GYGAX (52014, 164, s. BUXUS SEMPERVIRENS) geben ein kleines Gebiet im Wallis an, wo die Pflanze belegt ist. Das Verhältnis zum HL BIGSCHU ist nicht geklärt. Am ehesten könnte der Beleg di Bigschuachra ‘die Äcker im Gelände, das einer Büchse gleicht’ (Zeneggen) hieher gehören.
VSNB, Bd. 1, Sp. 209
Vorkommen
bigschen
- Warm Bigschen Gampel