Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Wang

Wang m. ‘Grasabhang’ ist zu schwdt. Wang m./f./n., Pl. Wange, Wäng (bzw. -e-), Dim. Wängli (bzw. -e-), Wengji, Wängi (bzw. -e-), ‘begraster, meist steiler Berghang’, teilweise halbappellativisch, wdt. Wang, Pl. Weng, Wäng ‘Abhang’ (ID. 16, 650 ff.; GRICHTING 1998, 236; ZINSLI 1984, 589) zu stellen. Das HL ist in rund 780 Namen belegt und in allen Oberwalliser Bezirken gut bezeugt.

Das Simplex im Singular der Wang ‘der Grasabhang’ ist etwa über vierzig Mal belegt. Vereinzelt ist in dem Wenge (1306, Saas-Balen). Das Simplex im Plural nimmt verschiedene Formen an: t Wäng (Ausserberg und weitere acht Belege), jn den Wangen (1572, Bratsch), Wängen ‘die Grasabhänge’ (1844, Ferden, für eine Alpe), in den Weingnen ‘in den Grasabhängen’ (1303, Saas-Balen), t Weng ‘die Grasabhänge’ (Bellwald und 28 weitere), t Wennge ‘die Grasabhänge’ (Betten), jn den Wengen ‘in den Grasabhängen’ (1399 u. später, Mörel und weitere acht Belege). Nicht ganz klar ist in den Wandgiu ‘in den kleinen Grasabhängen’ (1740, Gampel), wo ein Dativ Plural des Diminutivs mit ungewohnter Endung ausgedrückt wird.

Der Singular des einfachen Diminutivs erscheint als Wangji ‘der kleine Grasabhang’ (FLNK, Birgisch), ts Wängji ‘der kleine Grasabhang’ (Ergisch), ts Wengi ‘der kleine Grasabhang’ (Reckingen und vier weitere), ts Wengje ‘der kleine Grasabhang’ (Zermatt, drei Belege), ts Wengli ‘der kleine Grasabhang’ (Wiler) und jm Wengÿ ‘im kleinen Grasabhang’ (1548, Mund). Der Plural dazu ist selten: Wangjini ‘die kleinen Grasabhänge’ (EK, Eggerberg), t Wängjini ‘die kleinen Grasabhänge’ (Raron), t Wenggini ‘die kleinen Grasabhänge’ (Saas-Almagell, zwei Belege), t Wengini ‘die kleinen Grasabhänge’ (Oberwald).

Bei den attributiven Adjektiven herrscht der Typ der Howang ‘der hohe Grasabhang’ (Bitsch und acht weitere), auch jm Hoochen Wang ‘im hohen Grasabhang’ (1640, Naters), der Hei Wang ‘der hohe Grasabhang’ (Reckingen, Ulrichen) und t Howeng ‘die hohen Grasabhänge’ (Simplon, Zermatt) vor. Ebenfalls gut belegt sind der Breit Wang ‘der breite Grasabhang’ (Saas-Almagell und weitere sechzehn Belege, teilweise mit Varianten) und der Gross Wang ‘der grosse Grasabhang’ (Grengiols und elf weitere) sowie äm Grossi Wang ‘im grossen Grasabhang’ (Wiler). Interessant sind der Hääl Wang ‘der glatte, schlüpfrige Grasabhang’ (Gluringen, teilweise mit l-Vokalisierung) mit rund zwölf Belegen, wovon einige allerdings auch zu Hell (Höll) gehören können. Es gibt eine Reihe weiterer Adjektive, die so verwendet werden, wie Chlei ‘klein’, Grie ‘grün’, Hinder ‘hinter’, Inner ‘inner’, Leng ‘lang’, Ober ‘ober’, Üsser ‘ausser’, Unner ‘unter’ und andere mehr. Partizipia als Attribute sind selten: t Ferboorgnu Weng ‘die verborgenen (nicht gut sichtbaren) Grasabhänge’ (Ferden), der Stotzend Wang ‘der steile Grasabhang’ (Bellwald), im Stotzunu Wang ‘im steilen Grasabhang’ (St. Niklaus), t Verloornu Weng ‘die verlorenen Grasabhänge (steil und hoch gelegen)’ (Blatten). das Gestolen Wengÿ ‘der kleine Grasabhang bei Gesteln (unklar, kaum PP gestohlen)’ (1752, Simplon) sieht zwar wie ein Partizip aus, ist aber wohl eine hyperkorrekte Schreibweise zu Gesteln.

Vorangestellte Genitive sind häufig; Belege, die auch als Adjektive verstanden werden können (z. B. t Alpjerweng ‘die Grasabhänge im Gebiet Alpja’ (Simplon)) sind nicht erfasst): ts Aschilliärsch Wang ‘der Grasabhang der Familie Aschillier’ (Steg), di Barbuweng ‘die Grasabhänge der Barbi (Barbara)’ (Zwischbergen), Bärtlätschwang ‘der Grasabhang des Bärtlät’ (Blatten), än Bleetzärsch Wang ‘im Grasabhang der Familie Blötzer’ (Wiler), ts Brägibabisch Wang ‘der Grasabhang der Barbara Bregy’ (Hohtenn), Brantschen Wang ‘der Grasabhang der Familie Brantschen ‘(1656, Binn), ts Brunngisch Wang ‘der Grasabhang mit einer kleinen Quelle / einem kleinen Brunnen’ (Simplon), auch ts Brunnjisch Wang (auch Zwischbergen, in allen Fällen kaum der FaN Brunner; JORDAN (2006, 217 und 246) hat zweimal (für Simplon und für Zwischbergen) ts Brunnjisch Wang und verweist beide Male auf eine Quelle), ts Büümusch Wang ‘der Grasabhang der Familie Bumann’ (Saas-Fee), an Erscherren Wengen ‘an den Grasabhängen der Leute von Ersch (matt)’ (1592, Erschmatt), Frouwuwang ‘der Grasabhang der Frauen’ (FLNK, Baltschieder), Frowuwang ‘der Grasabhang der Frauen (unklar)’ (EK, Eggerberg) - die beiden Namen bezeichnen die gleiche Flur -, der Fuggschwang ‘der Grasabhang mit Füchsen’ (St. Niklaus; FLNK benennt die gleiche Flur als Fuggswang), ts Gaaltschisch Wengji ‘der kleine Grasabhang für die junge Ziege, die noch nicht geworfen hat’ (Täsch), der Ggarlowang ‘der Grasabhang des Karl / der Familie Carlen’ (Birgisch), dr Gattluwang ‘der Grasabhang der Familie Gattlen’ (Raron), in den Glaÿschwengen ‘in den Grasabhängen des Nikolaus / der Familie Gläisen (Nikolaus)’ (1824, Bellwald), di Gottisweng ‘die Grasabhänge des Gotti (Gottfried?)’ (Kippel), Gräägischwang ‘der Grasabhang unterhalb des Grätji (kleiner Grat)’ (Fieschertal), bey des Gädemjesch-Weng ‘die Grasabhänge beim kleinen Gaden (Stall)’ (Selkingen), ts Häärdersch Wang ‘am Grasabhang der Familie Herder (laut Gwp. wohnhaft Zer Härderru)’ (Niedergesteln), Höüpmesch Wang ‘der Grasabhang des Hauptmanns (FaN oder Funktion)’ (Binn), Kuͤnis Wang ‘der Grasabhang des Kuoni / der Familie Kuonen’ (1539), t Maartschweng ‘die Grasabhänge des Markus / der Familie Marx’ (Bellwald), Meistschterschwang ‘der Grasabhang des Meisters / der Familie Meister’ (Zermatt), an Michelsweng ‘an den Grasabhängen des Michael’ (1825, Ferden), ts Micholsch Wäng ‘die Grasabhänge des Michael’ (Stalden), Michälschwäng ‘die Grasabhänge des Michael’ (Kippel), Milachersch Wanng ‘der Grasabhang der Familie Mühlacker’ (Ergisch), Naters Wang ‘der Grasabhang der Familie Nater’ (1702 u. später, Ulrichen), der Peterswang ‘der Grasabhang des Peter (wohl Hl. Petrus?)’ (Reckingen), ts Ruppisch Weng ‘die Grasabhänge der Familie Ruppen’ (Stalden), t Scheewjischweng ‘die Grasabhänge der Alpe Seewji (kleiner See) (lautlich an Endung angepasst?)’ (Termen; auch Seewjiweng), in Schiners Wang ‘im Grasabhang der Familie Schiner’ (1755 u. später, Bellwald), Schweschterewang ‘der Grasabhang der Schwestern’ (Reckingen), Stübells Wangy ‘der kleine Grasabhang beim Stall / des Stübell (unsicher)’ (Zwischbergen), ts Taalersch Wang ‘der Grasabhang der Familie Taaler (R. GRICHTING (1993) Blatt 16 Nr. 16 Schtahlärsch Wang)’ (Leukerbad, unklar), Thusigo Wang ‘der Grasabhang der Familie Thusen’ (1651, Mund), dr Treesu Wang ‘der Grasabhang der Treesa (Theresa)’ (Ferden, zwei Belege), der Trinen Wang ‘der Grasabhang der Triine (PN)’ (1642, Zwischbergen), ts Trippnisch Wang ‘der Grasabhang des Trippnisch (wohl Trippni (PN))’ (Täsch), Weschgero Weng ‘die Grasabhänge mit Wespen’ (1589, Feschel), im Wigers Wang ‘im Grasabhang beim Weiher (?)’ (1770, Naters, unklar). In den meisten Fällen sind Besitzer und Nutzer gemeint, in einigen nahegelegene Fluren. Einzelne sind unklar.

Das HL als Grundwort in zweigliedrigen Komposita ist so häufig, dass nur die wichtigsten Typen genannt werden können. Öfter kommen Tiernamen vor: der Ariwang ‘der Grasabhang, wo es Adler hat’ (Törbel), t Aarneschwäng ‘die Grasabhänge beim Aarnesch (Adlernest)’ (Hohtenn), di Gämschwäng ‘die Grasabhänge mit Gämsen’ (Randa und Diminutiv in Raron), der Gemschwang ‘der Grasabhang mit Gämsen’ (Binn), t Gemschweng ‘die Grasabhänge mit Gämsen’ (Saas-Grund), di Gitzuweng ‘die Grasabhänge für die jungen Ziegen’ (St. Niklaus), im Hasuwang ‘im Grasabhang mit Hasen (die gejagt werden)’ (Zeneggen), der Chäferwang ‘der Grasabhang mit Käfern’ (Mund), der Chalberwang ‘der Grasabhang für die Kälber’ (Ulrichen und sieben weitere), der Chauberwang ‘der Grasabhang für die Kälber’ (Fieschertal), Chiewang ‘der Grasabhang für die Kühe’ (Guttet), t Chieweng ‘die Grasabhänge für die Kühe’ (Raron, Saas-Balen), der Chüewang ‘der Grasabhang für die Kühe’ (St. Niklaus), Lammerwang ‘der Grasabhang für die Lämmer’ (FLNK, Täsch), t Murmeteweng ‘die Grasabhänge mit Murmeltieren’ (Münster und weitere zehn Orte mit Varianten), der Oggsuwang ‘der Grasabhang für die Ochsen’ (Niedergesteln), der Bockwang ‘der Grasabhang, wo Böcke weiden’ (Stalden, Eisten), di Bockweng ‘die Grasabhänge, wo Böcke weiden’ (Reckingen, Visperterminen), di Bockwäng ‘die Grasabhänge, wo Böcke weiden’ (Visperterminen, zwei Belege) (meist können Ziegen-, Gems-, Schaf- oder Steinböcke gemeint sein), Rosswang ‘der Grasabhang für die Pferde’ (FLNK, St. Niklaus und weitere; manchmal unklar ob Roosse ‘Röstplätze für Hanf und Flachs’ gemeint sind), der Schaafwang ‘der Grasabhang für die Schafe’ (Mund; 1774 (?), Eggerberg), t Schwiiweng ‘die Grasabhänge für die Schweine’ (Wiler), Stieriwang ‘der Grasabhang für die kleinen Stiere, der einem kleinen Stier gleicht’ (FLNK, Ausserberg), der Stierwang ‘der Grasabhang für die Stiere / der einem Stier gleicht’ (Grengiols), Tierwäng ‘die Grasabhänge der Tiere (Gämsen)’ (Oberems), di Tiärweng ‘die Grasabhänge der Tiere (Gämsen)’ (Blatten, Wiler). Mit Ausnahme von Adler, Murmeltier und Tier (Gämse), eventuell auch Bock, sind Weidetiere gemeint. Generell für das Hirten solcher Tiere wurde der Hirtwang ‘der Grasabhang, wo das Vieh gehirtet wurde’ (St. Niklaus) verwendet. An diese Gruppe anschliessen lassen sich mehrere Belege mit der Mässwang ‘der Grasabhang, wo der Milchertrag des Viehs gemessen wurde’ (Reckingen (mehrfach) und weitere): auf diesem Grundstück wurde das Vieh während der Alpung vor der Messung des Milchertrages geweidet.

Eine zweite Gruppe enthält Pflanzennamen, wobei auch nahegelegene Fluren gemeint sein können: t Eschwäng ‘die Grasabhänge oberhalb des Eschji (kleines Gebiet mit Eschen)’ (Raron), der Faggswang ‘der Grasabhang, wo es Borstengras hat’ (Embd), der Gippigwang ‘der Grasabhang mit Alpenrosensträuchern’ (Ritzingen), t Heimiweng ‘die Grasabhänge mit Gutem Heinrich (CHENOPODIUM BONUS-HENRICUS)’ (Saas-Almagell), der Jippiwang ‘der Grasabhang mit Alpenrosensträuchern’ (Reckingen), t Lärchweng ‘die Grasabhänge beim Lärch (Lärchenwald)’ (Reckingen), der Löüberwang ‘der Grasabhang mit Laub’ (St. Niklaus; unsicher ist, ob hier nicht doch der FaN Lauber gemeint ist); der Meiewang ‘der Grasabhang im Gebiet Meie (Blumen)’ (Oberwald) (Gwp. spricht von vielen Alpenrosen), der Birchiwang ‘der Grasabhang beim der Flur Birchi (Birkenwald)’ (Ausserbinn), der Piischiwang ‘der Grasabhang mit Büschen (unklar, keine Bäume erkennbar, auch Pieschenwang)’ (Leukerbad), der Räckholterwang ‘der Grasabhang mit Wacholderstauden’ (St. Niklaus), der Schärlichwang ‘der Grasabhang mit Schärlich (Wiesen-Bärenklaue?)’ (Oberwald, laut Gwp. ist Schärlich Name für “wilden Rhabarber”), der Sürwang ‘der Grasabhang mit Sauerampfer’ (Eisten), der Dischtilwang ‘der Grasabhang mit Disteln’ (Raron), der Wislöüberwang ‘der Grasabhang mit Weisslaub (Name für SALIX LAPPONUM)’ (Zwischbergen), der Wiissloibwang ‘der Grasabhang mit Weisslaub (Name für SALIX LAPPONUM)’ (Blatten).

Mehrere Belege beziehen sich auf die Zeit: t Oigschtweng ‘die Grasabhänge, die im August beweidet wurden’ (Oberems), der Herbschtwang ‘der Grasabhang, der im Herbst als Weide gebraucht wurde’ (Oberems), der Morgundwang ‘der Grashang, wo das Vieh morgens war’ (Visperterminen). Wohl die Jahreszeit ist gemeint in dr Friä Wang ‘der frühe Grasabhang (wohl frühe Schneeschmelze)’ (Blatten, zwei Belege).

Die meisten Belege nennen im Bestimmungswort eine nahegelegene Flur. Als Beispiele dienen: t Acherwäng ‘die Grasabhänge bei den Äckern’ (Raron), t Feschtelwäng ‘die bei der Feschti liegenden Grasabhänge’ (St. Niklaus), t Flüewänger ‘die Grasabhänge auf der Flüe-Alp’ (Leukerbad, mit selten belegtem Plural), der Friiliwang ‘der Grasabhang oberhalb der Alpe Friili’ (Oberems) und viele andere mehr. Der mehrfach belegte Fleischwang (Bratsch und weitere) ist vermutlich zu Flins ‘Erdschlipf’ zu stellen, und nicht zu ‘Fleisch’.

Komplexere Konstruktionen sind vor allem mit zusätzlichen Attributen zu finden: t Innru Straalweng ‘die inneren Grasabhänge beim Straalhoru (Gipfelname, LT Strahlhorn 3200 m)’ (Blatschieder), t Obrun Oigschtchummuweng ‘der obere Teil der Grasabhänge auf der Oigschtchummu (Mulde, die erst im August bestossen wird)’ (Blatten), t Undru Fleischweng ‘der untere Teil der Grashänge beim Erdschlipf’ (Ferden), t Üssru Rimpfischweng ‘die äusseren Rimpfischweng (Felsabhänge beim Rimpfischhorn)’ (Zermatt) und viele andere. Andere weisen komplexe Bestimmungswörter zum HL als Grundwort auf: t Aarbegguweng ‘die Grasabhänge bei der Aarbegga (Ecke bei Aarbä (Arven))’ (Wiler), Arnoltz Leitwang ‘der hässliche Grasabhang des Arnold / der Familie Arnold’ (1320 u. später, Termen), t Lengtalweng ‘die Grasabhänge im Lengtal (langes Tal)’ (Ulrichen), der Näschthoruwang ‘der Grasabhang beim Nesthorn’ (Embd), der Bärufalluwang ‘der Grasabhang bei den Bärufalle (Falle für die Bären)’ (Ferden), t Schäreglutteweng ‘die Grasabhänge beim ts Schäreglutte (der Tümpel beim Schutzunterstand)’ (Grengiols) und andere.

Als Bestimmungswort verbindet sich das HL mit folgenden Grundwörtern zu zweigliedrigen Komposita: Acher, Alpa, Bäärg, Biina, Blatta, Färich, Grabu, Hee (hooch, heej), Hooru, Schiir, Schleif, Steg, Stei, Stüde, Stutz, Teiff, Tschugge, Weid und Zug.

Auch hier sind komplexere Konstruktionen belegt: der Fleischwangbodu ‘der Boden beim Fleischwang (Grasabhang mit Erdschlipf)’ (Gampel), ts Furggwanghoru ‘das Furggwanghoru (Gipfelname, LT Furggwanghorn, das Horn bei einer Furggwang (Grasabhang mit Übergang))’ (Oberems, St. Niklaus), Chriesewengbach ‘der Bach, der bei den Kirschengrasabhängen (nur wilde Kirschen) vorbeifliesst’ (Bellwald), ts Lengi Wangsch Grabem ‘der Graben beim langen Grasabhang’ (Blatten) und andere mehr.

Eine Ableitung Wengi f. (ID. 16, 653 betrachtet es in der Anmerkung als fem. -JO-Stamm; vgl. SONDEREGGER 1958, 511) soll die Zugehörigkeit bezeichnen. Wengi f. ist dann ein Ort bei einem Grasabhang. Belegt ist es als Wengi f. (Ausserbinn, Goppisberg), t Wenngi (Betten, mehrfach), t Wängi (Oberems), t Ober und t Unner Wengi ‘der obere und der untere Ort beim Grasabhang’ (Ausserbinn). Wengi n. ‘der kleine Grasabhang’ ist deutlich häufiger.

Wenger / Wänger kann ein Adjektiv oder ein Plural sein, bezeichnet aber auch die FaNN Wenger (cf. HL WENGER (FAN)) oder Wanger (cf. HL WANGER (FAN)).

Die Ableitung Wengeri ‘die Wasserleitung für die Grasabhänge’ (Stalden) und die Wengeri ‘die Wasserleitung für die Grasabhänge’ (1674 u. später, St. Niklaus) wird für Wasserleitungen verwendet.

VSNB, Bd. 4, Sp. 507

Vorkommen

wandgiu

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wänger (Wang)

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wenger (Wang)

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wengje

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wenglin

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wennge

wenngi

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