Chiächil
Chiächil ist einmal belegt als Bestimmungswort in Chiächiltschuggu (Steg). Nächstliegend ist eine sonst nicht nachweisbare entrundete Form zu Chüechla ‘Kunkel’ (GRICHTING 1998, 55), im ID. (3, 364) Chunklen. Lautlich liegt Ersatzdehnung bei n-Schwund vor (sog. Staubsches Gesetz), die zu Chüechla führt. Als Bestimmungswort wird entrundetes Chiächil verwendet: ‘der Fels, der Kunkeln gleicht’. Alternativ kennt URNB (2, 478) Schlittchueche ‘Schlittenkufe’ (mit Verweis auf ID. 3, 145), dessen Grundwort Chüeche ‘Kufe’ auch bei GRICHTING (1998, 55) erwähnt wird; allerdings fehlt eine /-IL/-Ableitung. Deswegen wird hier die erste Deutung angenommen. Gwp. erwähnt, dass K. BRENNER diesen Namen <aufgebracht> habe. Bei BRENNER handelt es sich um einen FaN, der schon vor 1800 in Steg und Gampel eingebürgert war; im FAMILIENNAMENBUCH DER SCHWEIZ (1, 242) ist die Familie für Gampel und Steg verzeichnet.
VSNB, Bd. 1, Sp. 345
Vorkommen
chiächil
- Chiächiltschuggu Steg