Arbarey
Arbarey, mit agglutiniertem Artikel auch Larbarey, ist zu frpr. Arbarey ‘Silberpappel, Espe’ (GPSR 1, 566) zu stellen, das auf eine /-ETUM/-Ableitung von arbar-/albar- (GPSR 1, 564) zurückgeführt wird. BOSSARD / CHAVAN (2006, 173) erwähnen Arbarey und führen es auf lat. (ARBOR) *ALBARIS ‘der weissliche Baum’ zurück. LAUBER / WAGNER / GYGAX (52014, 426) kennen sowohl POPULUS ALBA ‘Silber-Pappel’ als auch POPULUS TREMOLA ‘Zitter-Pappel’, die auch als Espe bekannt ist; beide Formen sind in der ganzen Schweiz vertreten.
Arbarey kommt in verschiedenen historischen Formen in Agarn (ab 1337 bis 1544) vor. Leukerbad hat 1352 en Larbare, Leuk 1487 Larbaren und Ergisch im 13. Jahrhundert und später Larbarey.
In Agarn ist 1407 de Larbarey jnferiori ‘beim unteren Gebiet mit Silperpappeln/Espen’ belegt. Ergisch kennt 1328 crous de Larbarey ‘die Vertiefung von Larbarey’, 1328 fontem de Larbarey ‘die Quelle von Larbarey’ und im 13. Jh. in pratis de larbarey ‘in den Wiesen von Larbarey’. In den letzten zwei Fällen (fontem, pratis) ist unklar, ob es sich tatsächlich um Namen handelt oder um Appellative. Ebenfalls zu Arbarey gehört das erstmals 1353 erwähnt de Larbareyr in Salgesch, das 1544 als de Larbarez erscheint.
VSNB, Bd. 1, Sp. 123
Vorkommen
arbarey
- Arbarey Agarn
larbare
- Larbare Leukerbad
larbaren
- Larbaren Leuk
larbarey
- Larbarey Brunnu Ergisch
- Larbarey Matta Ergisch
- Unner Larbarey Agarn
larberey
- Crous de Larberey Ergisch
- Larberey Ergisch