Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bätzla

Bätzla bildet in Kippel und Wiler ein Namennest, das sich auf der Schattseite des Tales vom Talboden bis hinauf zum Bätzlerrigg erstreckt. Namengebend ist dabei ein steiler Bachgraben Bätzla, der Bach dazu heisst Bätzelbach. Bätzler wird als Bestimmungswort zu Chin, Chnubel, Erlä, Friithof, Rigg, Schleif, Seeli, Tola und Weidä verwendet. In Staldenried gibt es ein Bätzje (Plural mit Palatalisierung von /l/) und ts Bätzjuwaldji sowie die komplexe Form unneru Bätzju ts Waldji ‘unter den Bätzlen der kleine Wald’. BENB 1, 4, 253 f. (s. v. Bätz / Betz) nimmt einen Familiennamen Bätzle an. Das scheint hier ausgeschlossen; vielmehr ist an eine feminine /-LA/-Ableitung (Stellensuffix) zu einem schwierig zu deutenden Bätz zu denken. MARZELL (1943, 827) erwähnt Batzna ‘Batzen (Münze)’ als Name für den Bärenklau (HERACLEUM SPHONDYLIUM, vgl. WAGNER / LAUBER / GYGAX 52014, 992) nach BIELANDER 1948 für Lax (siehe auch C. SCHMID 1969, 168, der Batzna (Plural) als Frucht der Bärenklaue bezeichnet). Bätzla könnte dann ein Ort sein, wo es Bärenklau gibt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 174

Vorkommen

bätzel

bätzje

bätzju

bätzla

bätzlär

bätzler

bätzlu