Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Anthout

Anthout ist in Unterbäch belegt, wobei die Formen sehr unterschiedlich sind: 1396 Sand Hout, 1505 Anch Out (Ant Hout?), 1545 am Anthout, 1693 am Anthaútt, 1743 ds Andhaut. Lebend hat FLNK Amthöüt. Der Name ist zu schwdt. Anthaupt, Amthaupt, Anhaupt, Pl. -häupter usw., ‘Kopfende eines Ackers, auf welchem der Pflug gewendet wird, und zwar zunächst als Teil des eignen Grundes’. An- bezieht sich auf das Anstossen, während Ant- ‘gegen(über)’ bedeutet. Amt- lässt sich dadurch erklären, dass das eigentliche Präfix ant- oder an- nicht mehr verstanden wurde und wegen der gesetzlichen Bestimmungen der Grenzpflichten und -rechte auf ein Amt- geschlossen wurde (ID. 2, 1498). Da Pflüge im Oberwallis nicht üblich waren, handelt es sich wohl um einen Ackerstreifen, der beim Hacken ausgelassen wurde. Als Deutung wird deswegen ‘der nicht bebaute Ackerstreifen’ gegeben.

VSNB, Bd. 1, Sp. 118

Vorkommen

amthöüt

anthout