Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chachla

Chachla ‘Kachel’ kommt nur dreimal vor; es ist zu schwdt. Chachlen f. ‘irdenes Gefäss, Tongeschirr’, ahd. chachala, mhd. kachele f. ‘irdenes Geschirr’ und wdt. Chachla, Chachlä (Goms), Chachlu ‘Steingutschüssel, Kachel’ (ID. 3, 118 f.; GRICHTING 1998, 46) zu stellen. In Örtlichkeitsnamen bezieht es sich auf Töpfereien oder beschreibt eine Geländeform (BENB 1, 390; TGNB 2, 2, 114). Das Simplex Chachla (Ausserberg) meint wohl eine Geländeform, historisch ist es 1570 als Kachtlún und 1547 in Raron als Kachttlun (wohl gleicher Ort, da die Flur einem Peter Leÿgginer – vermutlich aus Ausserberg – gehört) belegt, wobei das /t/ als Übergangslaut erklärt werden kann. Das Bestimmungswort Chachilmätti ‘kleine Wiese bei einer Kachelfabrik (?)’ (Ergisch) soll sich auf eine Töpferei beziehen. Wohl nicht hierzu gehört der Beleg Kacheren (Zwischbergen) auf der SK; gemeint ist vermutlich die nahe gelegene Chäscherna (cf. HL CHÄSCHERNA).

VSNB, Bd. 1, Sp. 320

Vorkommen

chachil

chachla