Chüeffu
Chüeffu ‘Fass, Kufe’ ist zu schwdt. Chuefen, wdt. Chüeffa f. ‘Kufe, Fass’, mhd. kuofe, ahd. kuofa (< mlat. CŌPA) (ID. 3, 178; EGLI 1982, 275 f.) zu stellen. GRICHTING (1998, 55) kennt es als Chüeche (mit vielen Varianten, aber ohne inlautendes /f/) ‘Kuchen, Kufe’. Das Lemma selbst kommt nur einmal vor in t Roti Wiichüeffu ‘das rote Weinfass’ (Niedergesteln). Die Ableitung Chieffer ‘Küfer’ ist in Leuk für das Chiefferalpji ‘kleine Küfer-Alp’ zu finden; es bildet ein Namennest mit dem Obere und Unnere Chiefferalpji, sowie mit Grabu und Wäg. Laut Gwp. bezieht es sich hier auf ein Gelände „in der Form einer Schlittenkufe“. Die beiden Wörter Kufe (für ‘Schlittenkufe’ und ‘Gefäss’) haben laut KLUGE / SEEBOLD (252011, 546) einen verschiedenen Ursprung; Kufe im Sinn von Schlittenkufe scheint nicht dialektal zu sein; die Erklärung der Gwp. ist deswegen problematisch. In Chieffer ‘Küfer’ liegt wohl auch kein FaN vor; er ist im Oberwallis nicht belegt.
VSNB, Bd. 1, Sp. 376
Vorkommen
chiefer
- Chieferalpji Leuk
chieffer
- Chiefferalpjiwäg Leuk
- Chiefferalpugrabu Leuk
- Ober Chiefferalpji Leuk
- Unner Chiefferalpji Leuk
chüeffu
- (e)Roti Wiichüeffu Niedergesteln
küfer
- Küferalp Leuk