Alo
Alo ist nur belegt in t Alobielstapfu, t Obri Alobielstapfu und t Undri Alobielstapfu (alle Niedergesteln). Es handelt sich in allen drei Fällen um einen Zaunüberstieg im Gebiet Alobiel. Das Grundwort Biel ‘Hügel’ ist bekannt; Alo hingegen nicht. Ein Anschluss an Allod ‘freies uneingeschränktes Vermögen’ (KLUGE / SEEBOLD 252011, 33) verbietet sich, da das ursprüngliche Rechtswort latinisiert und erst im 19. Jahrhundert wieder ins Deutsche übernommen wurde. Zwar kennen BOSSARD / CHAVAN (2006, 123) Alloux, Allaux und andere, die sie auf Patois-Formen für das frz. alleu zurückführen, das seinerseits auf Allod zurückgeht. Ein solcher Einfluss dürfte allerdings für Niedergesteln kaum angenommen werden. Ob in Alo ein PN oder Beiname als Besitzername vorliegt, bleibt fraglich. Eine Deutung ist deswegen nicht möglich.
VSNB, Bd. 1, Sp. 95
Vorkommen
alo
- Alobielstapfu Niedergesteln
- Obri Alobielstapfu Niedergesteln
- Undri Alobielstapfu Niedergesteln