Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chris

Chris ‘Reisig’ ist zu schwdt. Chris, Chrīs, wdt. Chriss, Chriis n. ‘Reisig, bes. von Tannen, mit und ohne Nadeln’, ahd. hrīs, mhd. rīs ‘Reis, Zweig, Rute; Reisig, Gebüsch’ (ID. 3, 853 f.; GRICHTING 1998, 54) zu stellen. Das Lemma kommt nur als Bestimmungswort vor, zusammen mit den Grundwörtern Gadu, Hüs, Stadel und Wichel. ID. (2, 1782) kennt eine Krishütte ‘Reisighütte’ – also eine Hütte aus Reisig, was bei t Krisgädini ‘die kleinen Gaden (Ställe) (Gebäude) mit Chris (Reisig)’ (Eisten), zem Krisshuss ‘beim Haus aus / mit Chris (Reisig)’ (1457, Eischoll) und Kristadelbode ‘der Boden beim Reisig-Stadel’ (Grengiols, auch FLNK) ebenfalls vorliegen mag. Als Adjektivableitung kommt der Chrissig Rigg ‘der Rücken, der voll von Chris (Reisig) ist’ (Ulrichen) vor. Seltsam ist ein Partizip zer Chrissundu Blattu ‘zu der mit Reisig bedeckten Felsplatte’ (Saas-Almagell), wohl zu einem sonst nicht belegten Verb chrissun ‘mit Reisig bedeckt sein’.

VSNB, Bd. 1, Sp. 367

Vorkommen

chris

chrissig

chrissundu

kri

kris

kriss