Fenster
Fenster ist nur belegt in ts Chessifänschter ‘das Fenster (des Wasserstollens) beim Chessigrabu’ (Stalden) und die Pfeischtermatte ‘die Fensterwiesen (unklar)’ (Niedergesteln). Es ist zu schwdt. Fenster, Fënster, Feister n., mhd. venster, entlehnt aus lat. FENESTRA, wie nhd. ‘Fenster, Luke, Öffnung’ und wdt. Pfeischter, Pfeischtr (Lötschtal), Pfeischtär ‘Fenster’ (GRICHTING 1998, 151) zu stellen. Neben dem [f]- im Anlaut erscheint häufig [pf]- (SDS 2, 129; ID. 1, 871 f.). Zum [n] vor Reibelaut (Staubsches Gesetz) siehe SDS (2, 129) und RÜBEL (1950, 6). SDS (2, 130) zeigt, dass im Oberwallis auch die Lautung Fänschter entweder auf Grund des Einflusses des Hdt. oder als weniger lokale Lautung erscheint. Die Motivation für Pfeischtermatte ist unklar, jedoch könnte hier auch ein Artikel /t/ assimiliert worden sein, so dass ursprünglich ‘die fetten (feisten) Wiesen (unsicher)’ gemeint ist.
VSNB, Bd. 2, Sp. 138
Vorkommen
fänschter
- Chessifänschter Stalden
pfeister
- Pfeistermatte Niedergesteln