Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Amoss

Amoss ist wohl aus der Agglutination der Präposition am mit dem Nomen Moos entstanden. Ein FaN Amos, Amoos (NWWB 1, 19) ist jedoch nur für Randogne und Venthone belegt, also für das romanische Wallis; seine Herkunft ist ungeklärt. Im Oberwallis (Brig, Naters) ist der FaN heute bekannt. Ob er dt. zu deuten ist, bleibt unsicher.

Das HL kommt als Diminutiv ts Amosi ‘beim kleinen Moos (sumpfiges Gebiet)’ (Ergisch) vor; dazu gehört der Amosigrabu ‘der Graben beim Amosi’; vermutlich ist auch das Amosserly ‘die kleine Voralpe am Moos / des Amoser’ (1585, Oberems) hieher zu stellen; es kann aber auch zu Amossera gehören. Hingegen ist die Weÿd Amosern ‘die Weide der Alpe des Amoser’ (1821, Ergisch) wohl zum Beleg Amosserra ‘die Alpe des Amoser’ (1487, Turtmann) zu stellen. An einem ganz anderen Ort findet sich im Amossboden ‘im Gebiet des Bodens am Moos (sumpfiges Gebiet)’ (1717, Zeneggen).

VSNB, Bd. 1, Sp. 110

Vorkommen

amosi

amoss

amosserli

amosserra