Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Fee (Vieh)

Fee (Vieh) kommt unter Vich ‘Vieh’ (ID. 1, 647), bei GRICHTING (1998, 219) als Vee ‘Vieh’ und bei RÜBEL (1950, 49) als (vereinfacht) vor. Dialektal ist langes /e:/ belegt, das hdt. Vieh kommt in älteren Belegen ebenso wie hyperkorrektes Vüch vor. Das lautlich gleiche Fee (Schaf) ist für Saas-Fee und Saas-Grund belegt (cf. HL FEE (SCHAF)), das auf spätlateinisches FĒTA ‘Mutterschaf’ zurückzuführen ist); es muss von Fee (Vieh) getrennt werden.

Als Grundwort kommt das HL nur in der Komposition ts Salmufee (Ausserberg) vor, wo es aber unsicher ist; ein Bezug zum Fischnamen Salm (ID. 7, 866) liegt nicht vor.

Mit Adjektiven ist belegt: an den Obren und an den Vndren Vieweiden ‘an den Oberen und an den Unteren Vieweiden’ (1473 und 1477, Visperterminen; im zweiten Fall vereinfacht) und aús dem Vnder Fieweir ‘aus den unteren Vieh-Weier’ (1703, Staldenried).

Als Bestimmungswort (in verschiedenen Schreibweisen) ist es in zweigliedrigen Komposita mit den Grundwörtern Blatta, Chi, Färich, Gassa, Stäga, Tschugge, Weid und Wier verbunden; vermutlich gehört aber Feegassu (FLNK, Saas-Grund) nicht hieher, sondern zum HL FEE (SCHAF) als ‘Gasse nach Saas-Fee’. Komplexere Formen sind an Lochmattero Vüchtreyen ‘an den Viehwegen der Familie Lochmatter’ (1758, Visperterminen), an den Obren Vieweiden ‘an den oberen Weiden für das Vieh’ (1473, Visperterminen), an den Vndren Vÿeweÿden ‘an den unteren Weiden für das Vieh’ (1477, Raron), aús dem Vnder Fieweir ‘aus dem unteren Weiher für das Vieh’ (1703, Staldenried) belegt.

VSNB, Bd. 2, Sp. 131

Vorkommen

fee

fie

ve

vee

vie

vüch

vüh