Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Dom

Dom m. ist zunächst der Name des 4545 m hohen Gipfels der Mischabelgruppe, der früher Graben- oder Festihorn genannt wurde, er verdankt seinen Namen dem Domherrn JOSEF-ANTON BERCHTOLD (JULEN 1951, 38 ff.; WERLEN 2008, 587), wie dieser in seinem Manuskript (Nr. 16 der literarischen Manuskripte des Staatsarchivs Sitten von 1857 auf S. 36 f.) selbst vermerkte. Belegt ist der Dom (Randa) und der Doom (Saas-Fee). Weiter erscheint das HL als Bestimmungswort in di Domhitte ‘die SAC-Hütten (alte und neue) beim Dom (Gipfelname)’ (Randa, LT Domhütte SAC, FLNK Domhitta SAC) und ts Domjoch ‘das Domjoch (zwischen Dom und Täschhorn)’ (Randa, Saas-Fee). Komplexer ist Domhittuwäg ‘der Weg zur Domhütte (Hütte des SAC beim Dom (Gipfelname))’ (FLNK, Randa). Dom selbst hat sich im Deutschen in Anlehnung an das mfrz. dôme (< lat. DOMUS ‘Haus’) als ‘Bischofskirche’ (KLUGE / SEEBOLD 252011, 209 f.) durchgesetzt; Domherr BERCHTOLD erinnerte die Kuppel des Berges an eine solche Kirche.

Nicht der Gipfel ist in Domherruhof ‘der Hof der Domherren (Haus am Dorfplatz in Naters)’ (Naters) gemeint, sondern das Domkapitel des Bistums Sitten. Siehe dazu MARTONE (2013).

VSNB, Bd. 2, Sp. 19

Vorkommen

dom

doom