Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bääri

Zum Bääri ist nur einmal in Visperterminen belegt. Laut Beschreibung muss es sich um eine Art Futterkrippe handeln. Vergleichbar ist deswegen Bäri, m. ‘Futtertrog für Pferde’ (laut ID. 4, 1477 für Stalden belegt). ID. stellt es zum gleichlautenden Bääre, f. ‘Tragbahre’. Es ist aber wohl eher ein Diminutiv zum besser belegten schwdt. Băren ‘Futtertrog’ und wdt. Baarma, Baarmä (Goms), Baarmu, Baarnu ‘Futtertrog’ (ID. 4, 1439 ff.; GRICHTING 1998, 31; RÜBEL 1950, 46 gibt die Verteilung zwischen -rm und -rn an.) Die Entwicklung von /-rm/ und /-rn/ im Walliserdeutschen zu /-re/ (vgl. Aare zu Arm und Bääre zu Bern) und ähnlich ist nicht einfach. Aus einem Baare entwickelt sich der Diminutiv Bääri in Visperteminen (vgl. zur Dehnung von /r+m/ WIPF 1910, 41). Das HL BÄÄRI ist bei WIPF nicht erwähnt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 141

Vorkommen

bääri