Biisa
Die rund zehn Belege mit dem Bestimmungswort Biis- beziehen sich auf das Biishoru, das Biisjoch, den Biisgletscher und das kleine und grosse Biisbächji (alle Randa, teilweise Oberems, aber die gleichen Orte). Verschieden davon sind die Biisse und das Biisbächji (beide Eisten), die auch zum HL BISSEN gestellt werden könnten. Das Wort entspricht schwdt. Bīs f., m., Bīsen f., Bīsen m., wdt. Biisa, Bisä, (Goms), Bissa (Lötschtal), Biisu f. ‘schneidend kalter, trockener, aufhellender Wind, und zwar der Nord- oder Nordostwind, auch Nordwestwind, Ostwind; (…) heftiger Wind, der Regen und Schnee bringt’, übertragen ‘Schnee, Schneegestöber’, im Wallis auch Bīsi n. = Bīsnäbel ‘dichter Nebel, der auf den Bergen oder im Tal dem Boden nach schleicht’, ahd. bīsa, mhd. bīse f. (ID. 4, 1682 f.; GRICHTING 1998, 37).
VSNB, Bd. 1, Sp. 213
Vorkommen
biis
- Biisbächji Eisten
- Biisegga Randa
- Biisgletscher Randa
- Biishoru Randa
- Biishoru Oberems
- Biisjoch Oberems
- Biisjoch Randa
- Chlei Biisbächji Randa
- Gross Biisbächji Randa
biisse
- Biisse Eisten