Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Cheischt

Cheischt ist nur als Diminutiv ts Cheischtji ‘der kleine Ofen’ (Visperterminen, auch FLNK, LT Cheistji) belegt. Historisch erscheint es 1623 als Keunstgi und das Kaunstgi. Diese Formen legen eine Herkunft aus dem Staubschen Gesetz (n-Ersatzdehnung vor Frikativ) nahe. Der Diminutiv weist danach eine Entrundung zu einem nicht belegten Chöust auf. Am nächstliegenden ist dies zu Chunst ‘Kochherd’ (ID. 3, 367 f., bes. 368) zu stellen, das für das Wallis belegt ist. WIPF (1910, 36) kennt es als Chüüscht ‘Kunst’ (vereinfacht). GRICHTING (1998, 55) kennt nur wdt. Chüüscht, Chunscht für das hdt. ‘Kunst’, das laut ID. (3, 368) „unserem Volke tw. erst durch die Schriftsprache wieder vermittelt worden“ ist. ‘Kunst’ ist zu verstehen als ‘Kunstofen’.

VSNB, Bd. 1, Sp. 340

Vorkommen

cheischtji