Chläber
Chläber ist als Chläberbodo (FLNK, Ried-Brig) belegt. Historisch erscheint er 1655 als Kleberbodo, 1655 als im Kleber Boden, 1686 im Kleberboden und so auch später. Vermutlich ist Chläber zu schwdt. Chlëbere(n) ‘Gallium aparine, Klebkraut: Rötengewächs mit schlaffem, vierkantigem Stängel, der sich durch rückwärts gerichtete Borsten in Hecken, im Gebüsch, an Zäunen usw. festhält (Spreizklimmer). Auch die lanzettlichen, in Quirlen beisammenstehenden Blätter besitzen solche Borsten, so dass die Pflanze an Kleidern usw. leicht hängen (kleben) bleibt. […] Die Früchte sind kugelig und bleiben in folge ihrer Widerhäkchen leicht hängen’ (ID. 3, 612 (hier auch Verbreitung und andere Pflanzen); MARZELL 2, 562 ff.). Als Chläbera ist der Pflanzenname bei BIELANDER (1948 [1985], 100) für Lax belegt. Die Pflanze GALLIUM APARINE ist bei LAUBER / WAGNER / GYGAX (52014, 774) als ‘Kletten-Labkraut’ benannt und kommt in der ganzen Schweiz vor.
VSNB, Bd. 1, Sp. 351
Vorkommen
chläber
- Chläberbodo Ried-Brig