Edel
Edel f. ist wohl zu schwdt. Erle, auch Edle (Berner Simmental) (ID. 1, 451) zu stellen; gemeint sind vor allem verschiedene Formen von ALNUS (LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 210 ff.). Die Form Edle des ID. ist zwar für das Wallis nicht belegt, ist aber einigen Walliser Gewährspersonen geläufig. Bezeugt sind neben Ho Edle ‘die hohe Erle’ (FLNK, Grächen) die Komposita Edelcheera ‘die (Weg-)Kehren zum Gebiet Erl’ (Baltschieder), t Edelgassu ‘die Gasse mit Erlen’ (Saas-Almagell), ts Edelmaad ‘die Mähwiese bei den Erlen’ (Kippel), wozu es einen historischen Beleg aúff dem Erelmad ‘auf der Mähwiese bei den Erlen’ (1841, Kippel) gibt, und zum Edeltrogi ‘beim kleinen Trog bei den Erlen’ (Saas-Balen), wobei die Gwp. betont, hier habe es keine Erlen. Dennoch scheint die Deutung ‘Erle’ die nächstliegende zu sein. Nicht hieher gehören die Belege mit Edelweiss (cf. HL EDELWIIS).
VSNB, Bd. 2, Sp. 42
Vorkommen
edel
- Edelcheera Baltschieder
- Edelgassu Saas-Almagell
- Edelmaad Kippel
- Edeltrogi Saas-Balen
edle
- Ho Edle Grächen