Chipfe
Chipfe ist unklar, es wird üblicherweise zu schwdt. Chipfen gestellt, das zu ahd. kupfa, kupha, mhd. kupfe, kuppe, Nebenform zu gupf, gupfe, stf. ‘Spitze, Gipfel, Kuppe’ (URNB 2, 430 ff.; KÖBLER 1994, 208; HENNIG 2001, 197; eine ältere Erklärung HUBSCHMIEDs wird in BENB 1, 2, 458 abgelehnt), zu stellen ist; der zu /ch-/ verschobene Anlaut und eine Entrundung von /-ü-/ zu /-i-/ müssen angenommen werden. Es scheint sich bei fast allen Belegen um das gleiche Gebiet zu handeln, das sich im Grenzbereich zwischen Grächen, Embd, Stalden (nur historische Belege) und St. Niklaus befindet. Das Lemma tritt hier immer im Plural auf, was eine Kollektivbedeutung (etwa: höherliegendes Gebiet) nahelegt. Neben dem Simplex Chipfe sind belegt Oberi und Underi Chipfe, Chipferwald und der Obere Kipferwäg (1685, Stalden). Weiter weg liegen nur die Chippfet ‘Grasbänder bei der Kuppe’ (Täsch). Die genauere Bedeutung ist zweifelhaft. Chippfet könnte auch in Chip + Fet getrennt werden; das HL KIPP existiert aber nur in Mühlebach, wo es zu hdt. Kippe gestellt wird.
VSNB, Bd. 1, Sp. 348
Vorkommen
chipfe
- Obru Chipfe Grächen
- Undru Chipfe Grächen
chipfer
- Chipferwald Grächen
chipp
- Chippfet Täsch
kipfen
- Kipfen St. Niklaus
- Kipfen Randa
- Kipfen Embd
- Kipfen Stalden
- Undren Kipfen St. Niklaus
kipfer
- Kipferwald Stalden
- Ober Kipferwäg Stalden