Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Goobe (FaN)

Goobe (FaN) ist als Plural in Grächen lebend als di Goobe belegt. Hinzugefügt ist, dass das Verb goobu ‘Garben haufenweise aufstellen’ heisse; das sei jedoch in Grächen nicht gemacht worden. Der einzige Beleg für ein wdt. gopu findet sich in EGLI (1982, 278) für ‘schwanken’ von einem Weinfass, belegt für Brigerbad; es dürfte identisch sein mit gōpen ‘spielen, schäkern, sich im Scherz herumbalgen’ (ID. 2, 388), kommt aber als Motivation für den Namen nicht in Frage.

In Grächen sind weiter der Goobuwald ‘der Wald beim Gebiet Goobe’ und historisch Gobenmatta ‘die Wiese des Goben’ (1307) belegt.

In Staldenried findet sich in Goben Rittÿ ‘im gerodeten Gebiet des Goben’ (1543), das bei SK als Goppenrüti belegt ist. in Gobonrittÿ (1543, Visperterminen) meint vermutlich die gleiche Flur. Da in Staldenried 1371 Johanni Goben und 1432 Johannis Martini Goben, in Stalden 1477 dicti Goben erwähnt sind, dürfte es sich um einen FaN handeln. Das gilt wohl auch für das in Törbel 1252 belegte Gobignon, das eine kollektive /-IG/- Ableitung zu Goben darstellt, und das ebenfalls für Törbel im 13. Jh. belegte Gobingo ‘der Leute des Goben’.

Insgesamt handelt es sich bei Goobe um einen FaN, der vielleicht als Herkunftsname verstanden weden kann; dazu helfen aber unsere Belege nicht weiter. Ein Zusammenhang zu Goubing (TAGMANN 1946, 82, mit Verweis auf MEYER (1914, 67 u. 140, der einen germanischen Eigennamen zum Stamm Gub- annimmt), ist nicht wahrscheinlich.

VSNB, Bd. 2, Sp. 325

Vorkommen

goben

gobignon

gobingo

goobe

goobu