Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Rei

Rei ist nur im Bezirk Leuk belegt. Als Simplex erscheint es in der Form t Reie (Varen). Die historischen Belege ab 1338 haben eys Reyes und verwandte Formen; 1241 ist Reiel belegt. In Leuk ist t Reiä bezeugt; historisch erscheint es 1315 les Reyes, 1522 les Reÿes, 1544 eÿs Reÿes, später als der Reÿgen (1614) und in den Reien (1669). 1467 ist in Leukerbad eys les Reyer belegt, das wohl auch hieher gehört. 1676 ist jn die Under Reÿe (Leuk) notiert. Salgesch hat 1629 ÿ Reÿettes, 1646 eys Reiette, 1664 die Reiffen. Ganz unklar ist der Beleg von 1723 u. später Varner=Reÿen (Leuk), wo im Titel des Dokuments Eyen ‘Auen’ angemerkt ist. In Salgesch ist 1494 en Chandurant en laz Rey belegt. Der erste Teil bezieht sich wohl auf Champ Durand ‘das Feld des Durand’; der zweite auf Rey. Ebenfalls Salgesch enthält ab 1642 einen Beleg en la Corba Reÿ, später Corberey. GPSR (4, 428ss, besonders 430, notiert mehrere gleichlautende Ortsnamen, z. B. en la Corbaz Rey u. weitere).

TAGMANN (1946, 58, Hinweis auf MEYER 1914, 166 und afrz. roie, nfr. raye) nennt das Patois-Wort Reya oder Reye ‘Furche’. In unseren Belegen ist durchwegs der Plural gemeint, also ‘die Furchen’. BOSSARD / CHAVAN (2006, 104) kennen Raie, Raye und auch Corba Ray als ‘Furche’.

VSNB, Bd. 3, Sp. 438

Vorkommen

rei (rom.)

reiä

reie

reiette

rey

reyen

reyer