Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Blii

Nur zwei Mal kommt Blii in den Namen vor. Es ist zu schwdt. Blī, Blei, wdt. Blii n. ‘Blei’, ‘Senkblei’ mhd. blī, -wes (ID. 5, 1 f., GRICHTING 1998, 39) zu stellen. In Ferden, resp. Goppenstein ist eine frühere Bleimine gemeint (cf. ROSSI 1949); bei der Bliischmelzi ‘Bleischmelze, Anlage zum Schmelzen von Blei’ (Naters, genauer Blatten ob Naters) ist der Zusammenhang laut Gwp. unklar. Wie das ROHSTOFFINFORMATIONSSYSTEM SCHWEIZ zeigt, gab es am Grisighorn u. a. eine Blei-Grube, deren Blei wohl in der Bliischmelzi verarbeitet wurde (W. BELLWALD, p. c.). Ob das HL BLEIN hieher gehört, ist unklar, aber eher nicht wahrscheinlich.

VSNB, Bd. 1, Sp. 244

Vorkommen

blei

blii