Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Däliiri

ts Däliiri mit Betonung auf der ersten Silbe ist nur in Varen belegt. Die historischen Belege sind äusserst heterogen: 1346 eys deleres, 1375 eys deleres, 1413 en la deluerý, 1509 en deseliers, 1649 en la deliri, 1655 in die Daliri, 1659 in die Delire, 1668 in die Deveasire, 1737 in die De Lire, 1754, in den Delÿree, 1759 in die Dellirÿ, 1782 in die Deliry. Ob alle diese historischen Belege hieher gehören, ist unsicher. Die meisten davon bezeugen einen Namen auf Deleres, später Deliri oder Daliri. Die historischen Belege lassen kaum auf Dählen (FEW 3, 7 s. v. *dalea Föhre) schliessen. SK zeigt einfach einen Weg nach Varen, Weinberge sind etwas westlicher bezeugt. Dählen sind aber dort kaum belegt. Die heutige umfassende Bebauung mit Weinbergen ist sicher später. Eine Deutung für den Flurnamen ergibt sich trotzdem nicht, wenn man vom Weg zur Dala absieht (von Varen aus gesehen würde das stimmen), das dann mit einer Ableitung auf lat. /-ARIA/ oder /-ARIU(M)/ ‘das Gebiet bei der Dala’ (BOSSARD / CHAVAN 2006, 288) zu verstehen wäre. Da aber immer ein /ä/ oder /e/ vorhanden ist, kann diese Deutung kaum zutreffen. Der Flurname lässt sich insgesamt jedoch nicht deuten.

VSNB, Bd. 2, Sp. 4

Vorkommen

däliiri