Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Änet

Änet Präp. ‘jenseits’ ist zu schwdt. ënent, ënet ‘jenseits’, früher mit Genitiv, jetzt mit Dativ, siehe auch änder und wdt. änet, änät ‘jenseits’ (ID. 1, 267 f., GRICHTING 1998, 26) zu stellen.

Belegt sind: enendt dem Bach ‘das Gebiet jenseits des Baches’ (1693, Törbel), enent dem Bach (1782, Naters) ‘das Gebiet jenseits des Baches (in Blatten ob Naters), enund dem Bech ‘Gebiet jenseits des Baches’ (1444, Saastal’, Änud de Brigga ‘jenseits der Brücke’ (Visp, FLNK Ännet der Brigga), ts Ännet Briggu ‘zu jenseits der Brücke (Dorfteil von Turtmann)’ (Turtmann, FLNK Ännet Briggu), Ennet dem Rodan ‘jenseits des Rotten (gelehrte Form)’ (1720, Obergesteln), Enet dem Wuohr ‘jenseits der Wasserleitung’ (1709, Gluringen), Enendt der Vispen ‘jenseits der Vispa’ (1609, Stalden). Nur lat. ist belegt vltra Rhodanum ‘jenseits des Rotten’ (Lalden). Das Adverb findet sich unter dem HL ÄNDER.

VSNB, Bd. 1, Sp. 114

Vorkommen

ännet

änud

enendt

enet

ennet

enund