Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chestquenden

Chestquenden ist nur in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts in Mund als cen Chestquenden Steyne belegt. Es handelt sich um ein Partizp Präsens eines Verbums, das offenbar vom Verfasser nicht verstanden oder falsch geschrieben wurde. Das nächstliegende Verb ist stechen ‘stehen’, das in ID. (11, 493 ff.) als stā(n) ‘stehen’ belegt ist. GRICHTING (1998, 180) kennt das Verb als schtaa ‘stehen’. Im Zusammenhang ist ‘der stehende Stein’ als ein aufrecht stehender Stein zu verstehen. Stechend (cf. HL STÄCHE) ist an mehreren Orten (Bellwald, Bürchen, Mund, Obergesteln, Stalden, Staldenried und Törbel) zum HL STEI ‘Stein’ belegt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 343

Vorkommen

chestquenden